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POLITIK MEETS DISTANCE-LEARNING PART 3

Die Gelegenheit, mit dem ehemaligen Gesundheitsminister Rudolf Anschober zu diskutieren, hatten die Schülerinnen und Schüler der 3AK und 3BK am 11. März. Nach den beiden vorhergegangenen Meetings mit Alma Zadic und Beate Meinl-Reisinger ging die „politische Diskussionsrunde“ nun in die dritte Runde. Der Ex-Politiker stand den vielen Fragen der Jugendlichen Rede und Antwort.

Gesprochen wurde sowohl über politische Erfahrungen als auch persönliche Einschätzungen hinsichtlich der Russland-Ukraine-Krise, der Pandemie und der (ökologischen) Zukunft unserer Welt. Unter anderem resümierte Anschober über positive sowie negative Erfahrungen und Errungenschaften seiner politischen Karriere. Zu den großen erreichten Zielen zählt der Einzug der Grünen in die Regierung. Nicht immer sei es für ihn einfach (gewesen), das politische und private Leben zu vereinbaren - „Klimaschutz predigen und selbst nicht mit den Öffis fahren, funktioniert zum Beispiel halt nicht.“

Klimaschutz stellt seit jeher ein großes Anliegen Anschobers dar. Einem erfolgreichen kollektiven Umstieg von fossiler zu erneuerbarer Energie sieht er in naher Zukunft positiv entgegen. Auch das Engagement vieler Jugendlicher in diesem Bereich erfülle ihn mit großer Zuversicht.
Als Außenstehender ließen sich aktuelle Versäumnisse und Entwicklungen im Covid-Management natürlich einfacher kritisieren, als wenn man selbst Entscheidungen treffen muss. Er persönlich verweist immer noch zur Vorsicht und trägt die Maske bei größeren Treffen auch weiterhin freiwillig.

Zu einer interaktiven Diskussion kam es über den gegenwärtigen Krieg in Europa. Schnell waren sich alle Beteiligten einig, dass derartige Probleme immer dann entstehen, wenn die Demokratie nicht mehr richtig funktioniert. Auch in Russland habe man Menschen, die Demokratie wollten, zu lange nicht gehört – auch aus westlicher Perspektive.

Persönlich hat der „irrsinnig neugierige Italien-Liebhaber“ gerade ein neues „fiktives Sachbuch“ namens „Pandemia“ geschrieben. In Zukunft soll außerdem ein „richtiger Roman“ folgen.