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Interkulturelles Bewusstsein für verschiedene Denkweisen

Hannes Hofstadler, Professor für Interkulturalität an der FH Oberösterreich, faszinierte die Abschlussklassen der HAK/HAS sowie die vierten Jahrgänge beim Netzwerkforum mit seinem Vortrag über interkulturelles Management.

Der Professor am Campus Steyr besuchte am Mittwoch, dem 27. April die HAK Amstetten. Mit seiner lockeren Art zog er das Publikum in seinem Bann. Gespannt hörten die Anwesenden seinem Vortrag über kulturelle Unterschiede am Beispiel von Russland zu.

Mit seinem Referat versuchte er mehr Bewusstsein für verschiedene Mentalitäten, Denkweisen und Arbeitsweisen zu schaffen und zu zeigen, wodurch unser Denken geprägt wird. Interkulturelle Vorbereitung sei ein enormer Wettbewerbsvorteil für international tätige Unternehmen. Das Steyr Intercultural Management Modell (SIMM) basiert auf 6 Säulen: Geschichte, Philosophie, Religion, kollektive Erfahrungen, Gesellschaft und Wirtschaft. Besonders interessant fanden manche Anwesenden die kulturell prägende Rolle von Religionen. Hofstadler sieht einen Zusammenhang zwischen Religion und Einstellungen über Selbstbestimmung, Gesetzestreue oder Korruption. Laut einer Statistik seien Katholiken und Protestanten mehrheitlich der Meinung, dass sie ihre Zukunft selbst bestimmen könnten. Im Gegensatz dazu hätten Orthodoxe mehrheitlich die Einstellung, dass ihr Schicksal vorbestimmt sei. Auch mit einigen anderen Informationen über Russlands Geschichte und kollektive Erfahrung jahrhundertelanger Unterlegenheit und Unterdrückung regte er die Anwesenden zum Nachdenken an.

Direktorin Brigitte Bartmann hofft auf einen weiteren Vortrag im kommenden Schuljahr.