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Kaiserin Elisabeth – zweierlei Art

Eine Gruppe Kulturinteressierter machte sich vergangene Woche auf den Weg ins Wiener Burgkino: In ihrem neuen Film „Corsage“ kratzt die Regisseurin Marie Kreutzer am Mythos Elisabeth. Sie stellt sie als starke, eigenwillige, manchmal auch eigensinnige Frau dar, die weiß, was sie will, und sich von ihrem Gemahl nichts mehr sagen lässt. Dabei spielt die Filmemacherin mit der historischen Wahrheit (was immer das sein mag) und stößt die VerehrerInnen der vorletzten österreichischen Kaiserin vor den Kopf.

Um Vergleiche zu ziehen, nahmen wir einige Tage später auch das „Original“ aus dem Jahre 1955 in einer Nachmittagssession unter die Lupe: Romy Schneider in ihrer (später verhassten) Paraderolle als „Sissi“ entzückend, einnehmend und rührend. Sie ordnet sich ihrem Mann, Kaiser Franz Josef, unter und versucht auch mit der bösen Schwiegermutter auszukommen…

Mittlerweile ist „Corsage“ als österreichischer Beitrag für den Auslandsoscar eingereicht worden – eine Empfehlung für alle CineastInnen!